Judo - Bedeutung und Historie

Gürtelgrade und -farben

Eine grafische Übersicht über die jeweiligen
Prüfungsanforderungen der Stand- und Bodentechniken
für die Kyu-Grade sind in der Tabelle verlinkt.

Schülergrade Gürtelfarben Fähigkeitsgrad Prüfungsinhalte
  9. Kyu weiß Anfänger
  8. Kyu weiß-gelb Anfänger Programm zum 7.Kyu
  7. Kyu gelb Anfänger Programm zum 6.Kyu
  6. Kyu gelb-orange Anfänger Programm zum 5.Kyu
  5. Kyu orange Anfänger Programm zum 4.Kyu
  4. Kyu orange-grün Anfänger Programm zum 3.Kyu
  3. Kyu grün Fortgeschrittener Programm zum 2.Kyu
  2. Kyu blau Fortgeschrittener Programm zum 1.Kyu
  1. Kyu braun Fortgeschrittener


Dan-Graduierung

Anforderungen für Dan-Graduierungen im DJB:

Qualität entwickeln – Vielfalt wertschätzen

Das Dan-Programm im neuen Graduierungssystem des DJB sieht Prüfungsmöglichkeiten vom 1. bis 6. Dan vor
und gliedert sich in einen obligatorischen und einen Wahlbereich.

Der obligatorische Bereich umfasst Anforderungen zu:
• Nage-waza
• Katame-waza
• Kata
• Theorie (3. bis 6. Dan)
• Engagement (6. Dan)

Zum obligatorischen Bereich kommen fünf Wahlbereiche hinzu, von denen einer erfüllt werden
Die Wahlbereiche spiegeln Engagement (festgemacht an Lizenzen) und inhaltliche Schwerpunkte von Judoaktivitäten wider:
• Wahlbereich "Lizenzen"
• Wahlbereich "Wettkampf"
• Wahlbereich "Kata"
• Wahlbereich "Selbstverteidigung"
• Wahlbereich "Taiso"

Meistergrade Gürtelfarben Bezeichnung Fähigkeitsgrad
  1. Dan schwarz Shodan (Programm) Meister
  2. Dan schwarz Nidan (Programm) Meister
  3. Dan schwarz Sandan (Programm) Meister
  4. Dan schwarz Yodan (Programm) Meister
  5. Dan schwarz Godan (Programm) Meister
  6. Dan rot-weiß Rokudan Meister
  7. Dan rot-weiß Shichidan Lehrer
  8. Dan rot-weiß Hachidan Lehrer
  9. Dan rot oder rosa Kudan Lehrer
10. Dan rot oder rosa Judan Lehrer
11. Dan rot oder rosa Juichidan Lehrer
12. Dan weiß (breit) Junidan Lehrer

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Judo - Bedeutung und Historie: Was ist Judo?

Prinzipien

Jigoro Kano betrachtete folgende Prinzipien, die nach dem Grundsatz "Siegen durch Nachgeben" aufgebaut sind, als Säulen seines Judo:

  1. Prinzip der Praxis / Technisches Prinzip
    Geringster Aufwand an Kraft für die größtmögliche Wirkung
  2. Moralisches Prinzip
    Gegenseitiges Helfen zu beiderseitigem Wohlergehen

Diese Säulen des Judo besagen, dass jede Technik und sogar jede Bewegung dem Prinzip der "größtmöglichen Wirkung" zu gehorchen hat. Der Grundsatz vom "gegenseitigen Verstehen und Helfen" ermöglicht, dass auch Kinder die zum Teil komplizierten Judo-Techniken in vollem Umfang ausführen können. Jede Judo-übung kann nur mit einem Partner und nicht gegen einen Partner ausgeführt werden. Somit werden die Kinder ganz nebenbei zu Fairness und Kameradschaftlichkeit erzogen und ihr Selbstbewusstsein gestärkt.


Gesundheitliche Aspekte

Judo zählt zu den so genannten "Lifetime-Sportarten", die ein ganzes Leben betrieben werden können. Es gibt alte Meister, welche noch mit 70 Jahren auf der Matte stehen. Judo ist somit also auch ein Sport für jedes Alter, den Männer und Frauen gleichsam betreiben können.

Judo ist eine ideale sportliche Betätigung, da sie den Körper vielseitig beansprucht. Orthopäden loben hauptsächlich die konsequente Gymnastik dieser Sportart, insbesondere für die Wirbelsäule. Mit Judo wird wie beim Turnen die gesamte Körpermuskulatur gleichmäßig ausgebildet. Zudem besitzt der erfolgreiche Judoka eine gute Mittelausdauer.

Judo ist außerdem ein Sport, der zur inneren Ruhe und zum intensiven Selbsterleben beiträgt und somit viel mit autogenem Training gemeinsam hat. Dies wirkt sich günstig auf das vegetative Nervensystem aus, was Judo aus ärztlicher Sicht zu einer idealen Sportart macht.


Geschichte des Judo

Judo (übersetzt: "sanfter Weg") entwickelte sich aus einer japanischen Form der Selbstverteidigung: dem "Jiu-Jitsu", das die legendären Samurai-Ritter vom 16. bis 19. Jahrhundert für das Kriegshandwerk weiterentwickelten und als Geheimwissenschaft innerhalb dieser Klasse pflegten.

Im Jahre 1877 formte der 17jährige Student Jigoro Kano das alte Jiu-Jitsu für die japanische Jugend um. Grundwürfe, Halte-, Hebel- und Würgegriffe aus allen Gebieten der damaligen Verteidigungsarten (Schlag-, Hieb-, Stoß-, Wurf- und Grifftechniken) führte er zu der Kampfsportart "Judo" zusammen. Neun Jahre später gründete Kano die Judolehrstätte "Kodokan", die noch heute in Tokio existiert und seitdem als das Mekka aller Judosportler der Welt gilt.

Seinen größten Erfolg feierte das Judo jedoch im Jahre 1890, als die Judoschüler Kanos gegen die konservativen Jiu-Jitsu-Helden im Zweikampf einen überragenden Sieg davontrugen. Diese große Entscheidung zwischen der Totsuka-Jiu-Jitsu-Schule und dem Kodokan brachte den Judoschülern 13 gewonnene Kämpfe und nur 2 Unentschieden ein.

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